Heute erscheint „GladMort“ von ChipsOnSteroids und PixelHeart mit ein paar Tagen Verspätung auf der Switch, Xbox One und Xbox Series X|S. Der PS4/PS5-Release des Spiels steht auch unmittelbar bevor. Wir haben das mittelalterliche Fantasy-Game auf dem PC getestet. Es erwarten euch ein ziemlich knackiges Gameplay, 16-Bit-Pixelgrafik und gigantische Bosse.
Die Entwicklergeschichte des Plattformers klingt traumhaft. So wurden 30.000 Dollar in einer Kickstarter-Kampagne angepeilt und es kamen rund 189.000 zusammen. Wow!
Das Spiel selbst orientiert sich stark an den Capcom-Klassikern „Ghosts ‘n Goblins“ und dessen Nachfolger „Ghouls ‘n Ghosts“. So verliert der edle Held beispielsweise auch hier beim ersten Hit seine Rüstung.
Im Trailer des Spiels wird sogar damit geworben, dass man andauernd sterben wird. Jetzt stellt sich die Frage, ob sich der hohe Schwierigkeitsgrad aus einem anspruchsvollen Leveldesign erschließt oder man es schlichtweg mit einem Gegnerüberschuss und unfairen Stellen zu tun hat.
Weitgehend gutes Pacing, stumpfe Story
Das Pacing ist tatsächlich recht ausgewogen. Doch teilweise erscheinen die Zombies, Werwölfe, Insekten und was euch sonst noch so feindlich gesinnt ist, in einer schwer überschaubaren Vielzahl – die Gefahr, den Controller einfach frustriert niederzulegen, bleibt nicht aus. Zum Glück bietet das Spiel einem reichlich Leben und Continues.
„GladMort“ wird in einer 4:3-Aspect-Ratio gespielt: Gespenstisch gestaltete Balken im Breitbildformat sorgen für eine atmosphärische Optik. Das Setting eines Fantasy-Mittelalters ist schön gelungen, auch wenn die Idee nicht neu ist oder auf originäre Weise weiterentwickelt wurde.
Hat man einen der Bosse in Übergrößenformat besiegt, wird eine Tafel eingeblendet, die eine Grafik mit Textabschnitt aufweist, jedoch die Geschichte des Spiels nicht wirklich vertieft. Das was man Story nennen könnte, ist derart platt, der Endscreen lässt einen an den Kopf fassen. Nur so viel dazu: Es geht um Machtfantasien, die mit der Größe der Endgegner in diesem Spiel mithalten können.
Die Musik ist bei Weitem nicht so ikonisch, wie bei den Vorbildern des Games – leider zu generisch. Die Soundeffekte machen aber einen guten Eindruck.
„GladMort“ wurde primär für den Neo Geo entwickelt und ist vorbestellbar als physische Version.
Highlight des Spiels sind definitiv die Bossfights, bei denen ihr gegen ein Schwein in Kreuzrittertracht und andere diabolische Gestalten antretet. Unterm Strich bietet „GladMort“ ordentlichen Jump-‘n-Run-Spaß auf einem höheren Schwierigkeitsgrad. Ein wenig mehr Detailliebe hätte dabei gerne in die Musik fließen können. Die Steuerung jedenfalls ist präzise und es hängt vom Spielertyp ab, ob man die gleichen Level wieder und wieder zocken will, um den etwas peinlichen Endscreen sehen zu bekommen.
„GladMort“ ist für 12,79 Euro bei Steam zu erhalten, auf den Konsolen beträgt der Preis 14,99 Euro.
Bild: PixelHeart
The good
- Ansehnliche Grafik
- Weitgehend motivierendes Gameplay
- Coole Boss-Fights
The bad
- Mäßige Musik
- Schwache Story